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Bücher

Joe Fischler - Veilchens Rausch
Joe Fischler - Veilchens Rausch
Literatur

Rezension – Veilchens Rausch von Joe Fischler

Der Sommer 2019 war für mich der Umbrüggler-Sommer – nicht nur sportlich, sondern auch literarisch gesehen. Eine moderne Alm, die in nicht einmal 2 Stunden Fußweg von der Innsbrucker Altstadt aus zu erreichen ist, wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes an der jungen Aushilfskellnerin Vickie. Protagonistin und LKA-Polizistin Valerie Mauser ist wieder Einsatzbereit, um in Joe Fischlers Kriminalroman Veilchens Rausch die Ermittlungen aufzunehmen. Wie bei jedem Veilchen-Fall: Eine wahre Lesefreude!

Zum Inhalt

„Auf der Alm gibt’s doch a Sünd: Nach einer ausgelassenen Feier auf der Umbrüggler Alm wird eine Kellnerin tot aufgefunden. Sofort steht fest, dass die Frau ermordet wurde. Skandal! Waren doch nur illustre Gäste geladen, allen voran der Landeshauptmann. Der Wirt will ihn beobachtet haben, wie er sich mit dem Opfer gestritten hat. Aber wieso hätte ausgerechnet der Landesvater Hubertus Freudenschuss die Kellnerin umbringen sollen? Und warum schweigt das heimische Tagblatt hartnäckig zu den Vorfällen? Der Mord an der jungen Frau ruft LKA-Polizistin Valerie „Veilchen“ Mauser auf den Plan, die dem Täter bald Aug in Aug gegenübersteht…“

Klappentext – Veilchens Rausch – erschienen 2017 im Haymon Verlag in Innsbruck

Zum Autor

Joe Fischler (1975) ist gebürtiger Innsbrucker, wo er auch lebt und arbeitet. Dass die in den Herzen der Alpen gelegene Tiroler Landeshauptstadt die ideale Kulisse für so manchen Krimi ist, beweist er seit 2015 mit dem ersten Fall von Valerie Mauser: „Veilchens Winter“ ist der Beginn von spannenden und charmanten Kriminalromanen in und rund um Innsbruck.

Chronologie der Veilchen-Krimis:
1. Veilchens Winter (2015)
2. Veilchens Feuer (2015)
3. Veilchens Blut (2016)
4. Veilchens Rausch (2017)
5. Veilchens Show (2018)

Mein Fazit

Die Fälle 1-3 der Veilchen-Reihe haben mich schon gefesselt und mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Nun könnte ich eigentlich eine Rezension zu diesen Kriminalromanen schreiben, um der Chronologie zu folgen, ist aber gar nicht nötig. Selbst ohne die anderen Bücher zuvor gelesen zu haben, findet man sich im neuen und spannenden Fall gut zurecht. (Natürlich ist es aber immer besser, alle Bücher einer Reihe gelesen zu haben 😉 ) Dass die Bücher in meiner Wahlheimat spielen, Plätze, Berge und Straßen perfekt einbezogenen werden, begeistert mich jedes Mal aufs Neue und ist nicht nur der einzige Grund, wieso ich (bereits vor über einem Jahr) wieder zu einem Roman von Joe Fischler gegriffen habe. Joe Fischler versteht einfach sein Handwerk LeserInnen zum Weiterlesen zu animieren: Kleine Anspielungen, Inszenierung einer Hysterie, mit viel Witz und einer starken weiblichen Hauptakteurin ist der vierte Fall wieder ein Lesegenuss für mich gewesen. Die etwas verquerte und trotzdem richtig „coole“ Polizistin Valerie Mauser mit ihrem blonden Afro hat auch diesmal wieder alles mehr oder weniger im Griff, um den Mörder von der jungen Vickie zu fassen. Viel Spaß beim Lesen!

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Literatur

Rezension – Das Land, in dem die Wörter wohnen von Clemens Sedmak

Wer kennt es nicht? Ab und zu fehlen die richtigen Wörter zur richtigen Zeit. Sie sind wie verschwunden. Liegen zum „Greifen“ nahe auf der Zunge, wollen aber partout nicht heraus. Vielleicht sind sie in diesem Moment im Land, in dem die Wörter wohnen.

Dieses Buch wurde von Tyrolia Buch zur Verfügung gestellt. Mehr zu diesem Buch hier

Zum Inhalt

„Die Wörter aus meinem Reich werden immer öfter zurückgedrängt von Wörtern der Lüge, von falschen Wörtern, von Wörtern, die schön klingen, aber das Falsche sagen“, findet Logos, der König der Wörter. Deshalb ruft er alle Wörter heim, in ihr Land, zu einer außerordentlichen Vollversammlung. Wer kann die Wörter dazu bewegen, zu den Menschen zurückzukehren?

Zum Autor

Clemens Sedmak (1971) ist ein österreichischer Philosoph und Theologe. Der gebürtige Bad Ischler lehrte unter anderem am King’s College in London und an der University of Notre Dame in Inidana/USA. Heute ist er Leiter des Zentrums für Ethik und Armutsforschung und des wissenschaftlichen Beirats an der Universität Salzburg ist. Sedmak ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Seekirchen.

Mein Fazit

Sedmak hat es mit seinem Buch geschafft, in einer märchenhaften Erzählung einen wertvollen Beitrag zur Debatte um Fake-News und Lügenpresse zu liefern. Es ist geradezu ein Plädoyer mit seinen Worten sorgsam umzugehen – mein weiß schließlich nie, wann sie verschwunden sind. Das Buch ist sehr kurzweilig geschrieben und war für mich der ideale Begleiter im Urlaub. Die 135 Seiten eignen sich selbst zum Vorlesen für Kinder – wenn auch die tieferliegende Thematik nicht in vollem Umfang erfasst wird. Die Reise der Protagonisten durch die Wortwelt und ihre Treffen mit so mancher spannenden Persönlichkeit macht das Buch zu einer charmanten Erzählung für jedes Alter.

Die Sturm Schwester - Lucinda Riley
Literatur

Rezension – Die Sturm Schwester von Lucinda Riley

Vor ganz langer Zeit habe ich bereits den ersten Teil von Lucinda Rileys Mehrbändigen Romanen rezensiert. Jetzt ist der zweite an der Reihe: Die Sturm Schwester. Zwischen Musik, Trauer und neuem Leben ein weiterer fesselnder Band, der ab und zu etwas langatmig ist und den Leser nach wie vor mit Fragen zurücklässt.

Zur Autorin

Lucinda Riley wurde 1968 in Irland geboren und lebt heute zusammen mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands. Die Ende Vierzigjährige liebt es zu reisen und die Welt zu entdecken – als Kind lebte sie mehrere Jahre in Bangkok und ist den Orten nach wie vor sehr verbunden. Bekannt wurde Lucinda Riley durch ihre Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin, die sie für die Schreiberei nach hinten stellte. 2012 kam ihr an Silvester beim Blick in den Himmel die Idee zur Bücherreihe.

Zum Inhalt

Ally d’Aplièse steht an einem Wendepunkt: Ihre Karriere als Seglerin strebt einem Höhepunkt entgegen, und sie hat den mann gefunden, mit dem sich all ihre Wünsche erfüllen. Da erhält sie plötzlich die Nachricht vom Tod ihres geliebten Vaters. Ally kehrt zurück zum Familiensitz am Genfer See, um den Schock gemeinsam mit ihren Schwestern zu bewältigen. Sie alle wurden als kleine Mädchen adoptiert und kennen den Ort ihrer Herkunft nicht. Aber nun erhält Ally einen mysteriösen Hinweis durch ein Buch in der Bibliothek ihres Vaters: die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Ally begibt sich in das raue Land im Noden – und es eröffnet sich ihr eine ungeahnte Wahrheit…

Mein Fazit

Wie schon beim ersten Teil aus der Schwestern-Reihe bildet der Ausgangspunkt der Tod des geliebten Adoptivvaters Pa Salt und geht dann über in eine Geschichte auf zwei Ebenen.

Im ersten Abschnitt des Buches, wie schon in Band 1, kehren die Schwestern auf das Anwesen am Genfer See – Atlantis – zurück, diesmal aus der Sicht von Ally beschrieben. Pa Salt hat allen sechs Schwestern einen Hinweis zu ihrer wahren Herkunft hinterlassen. Während es die älteste Schwester, Maia, nach Brasilien verschlagen hatte, sucht Ally im Hohen Norden nach ihren Wurzeln – ständig begleitet von dem Thema Trauer. (Um nicht zu spoilern, was mir schon öfters in meinem Leben passiert ist, gehe ich hier nicht darauf ein.). Riley schafft es in gekonnt gewohnter Manier den Leser schnell in das Buch hinein zu holen, Sympathie für die Protagonistinnen zu entwickeln und die Neugier für die Entwicklung zu wecken.

Auf der zweiten Ebene finden wir uns in Christiana (heutiges Oslo) im Jahr 1875 wieder. Anna, ein einfaches junges Bauernmädchen vom Land, begeistert mit ihrer engelsgleichen Stimme. Ein Mäzen nimmt sich ihrer an, holt sie in die Stadt, und bringt sie als Sängerin der Solveig aus dem Stück „Peer Gynt“ von Ibsen groß raus. Während der Zeit im Orchester, verliebt sich die junge Sängerin in den begabten Klavier- und Flötenspieler Jens Halvorsen. Fast schon klischeehaft ist der weitere Verlauf der Liaison geprägt von Eifersucht, aufstrebender und verlorener Karriere, Verlust uvm. Hier war für mich das geschichtliche Setting und die wie immer sehr gut recherchierten Fakten rund um Halvorsen und den Pianisten Edvard Hagerup Grieg (komponierte Peer-Gynt-Suite) spannender, die immer wieder in die Suche von Ally nach ihrer Vorfahren reinspielen.

Abschließend lässt sich sagen: Das Buch ist wie immer gut geschrieben. Manche Abschnitte könnte man auf nur wenige Seiten zusammenkürzen, um den Roman nicht unnötig zu strecken.  Nach wie vor bleiben aber dieselben Fragen, wie nach dem Lesen des ersten Bandes, für mich offen: Wieso adoptiert Pa Salt nur Mädchen, wieso jeweils mit so spannenden geschichtlichen Hintergründen, welche Rolle wird er noch spielen und was wird man von ihm und seinem Tod noch erfahren?

Lange Beine, kurze Lügen – Michael Buchinger
Literatur

Rezension – Lange Beine, kurze Lügen von Michael Buchinger

Von einer lieben Freundin habe ich das Buch Lange Beine, kurze Lügen – Michi schenkt reinen Wein ein von Michael Buchinger zu Weihnachten geschenkt bekommen, nicht zuletzt, weil wir schon seit ein paar Jahren den Weg von Buchinger verfolgen und er uns zum Schmunzeln bringt. Gut – nun zum Buch – Spiegel Online Bestseller Autor. Ist es nicht so, dass jeder von uns einmal, zweimal oder sogar dreimal in seinem Leben eine Lüge verwendet? Sei es, um die Gefühle des Gegenübers zu schonen, seine wahre Gefühlswelt zu verbergen oder einfach, um seine Ruhe zu haben. Genau das hat Michael Buchinger in seinem im November 2018 veröffentlichten Buch zu Papier gebracht.

Über den Autor

Michael Buchinger ist in Wien geborgen, im Burgenland aufgewachsen und schreibt unter anderem für Vice, Miss und Die Welt. Für seine Paraderolle als  YouTuber hat er 2015 den Deutschen Webvideopreis in der Kategorie Lifestyle für das Format Michaels Hass-Liste erhalten.

Zum Inhalt

Ehrlich nervt am Längsten – Michael Buchinger hat gar keine langen Beine. Aber mit richtigem Filter und Winkel glaubt das auf Instagram jeder. Ist das schon eine Lüge? Oder eine Berufskrankheit? Buchinger schenkt uns eine unterhaltsame Anekdotensammlung mit jeder Menge Lügengeschichten, Märchen, Party-Flunkereien und einem radikalen Selbstexperiment: eine Woche ohne Lügen. Mit weniger Wahrheit it das Leben aber eindeutig bunter!

Mein Fazit

Charmant, lustig und mit einer großen Portion Sarkasmus! Genau nach meinem Geschmack. Wer nach einem anstrengenden Tag oder an einem verregneten Wochenende gerne mal ein Buch liest, sollte sich dieses nicht entgehen lassen: Animiert die Lachmuskulatur. Das Buch ist in verschiedene Stationen von Buchingers Leben aufgeteilt. Schulzeit, Studium, Nachbarschaft, die erste Liebe, sein Alkoholkonsum und vieles mehr finden Platz in seinem sehr gelungenen und unterhaltsamen Buch. Ein junger Mann, der mit Selbstironie und gekonnter Scharfsinnigkeit sich selbst und seine Umgebung analysiert und dabei keine Situation auslässt, Spitzen zu verteilen.

Literatur

To Be Read – Bücherliste für Juni

Ein neuer Monat, ein neuer Stapeln von Büchern, die gelesen werden möchten. Zugegeben, der Juni ist jetzt schon zehn Tage alt. Trotzdem möchte ich euch gerne meine Bücherliste für diesen Monat vorstellen.

Der Lärm der Zeit – Julian Barnes

Angefangen habe ich dieses Buch schon im Mai und besonders viel möchte ich euch eigentlich nicht darüber verraten, da ich noch eine ausführliche Rezension darüber schreiben möchte. Circa 50 Seiten sind noch übrig, dann kann ich meine Gedanken zu diesem Roman sammeln und euch mitteilen. So viel sie schon einmal gesagt: Die Romanfassung des Lebens von Komponist Shostakovich gibt einen spannenden Einblick in die Abläufe der UdSSR. Hier könnt ihr mehr über die Handlung erfahren.

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Literatur

Lektüretipps für ein entspannendes Bad

* Die erwähnten Badeprodukte wurden mir kostenlos von Tetesept zur Verfügung gestellt. Natürlich gebe ich in diesem Beitrag trotzdem meine ehrliche Meinung zu diesen Produkten preis.

Es ist Sonntag und endlich ist wieder Zeit für die Dinge, die wir viel zu selten machen. Nach einer anstrengenden Woche ist dringend ein wenig Entspannung angesagt. Dafür gibt es meiner Meinung nach nichts Besseres als sich ein warmes Bad einzulassen und, begleitet von ruhigen Klängen, ein Buch zu lesen (nur in die Badewanne sollte es nicht reinfallen). Falls ihr das genau so seht, habe ich heute drei Bücher für euch, die ihr während eures Entspannungsbades lesen könnt.

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Literatur

Rezension – The Haunted Life: die verlorene Novelle von Jack Kerouac

Ich gebe es zu, ich bin eine von diesen Komparatistik-Studenten, die während des Studiums komplett von den Literaten der Beatgeneration fasziniert waren. Ob man ihn nun mag oder nicht, Jack Kerouac hatte mit seinem Roman On the Road einen immensen Einfluss auf die amerikanische Literatur. Als ich vor einigen Monaten beim Durchstöbern einer Buchhandlung also auf The Haunted Life stieß und den Klappentext las, in dem beschrieben wird, wie der Text im Jahr 1944 unter „mysteriösen Umständen“ verloren ging und erst kürzlich wieder auftauchte, war mir klar: Das Buch muss ich haben.

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Literatur

Rezension – Glamouröse Wienerinnen von Werner Rosenberger

Vielversprechende Thematik…

Wien in den Jahrzehnten nach der Jahrhundertwende ist eine Stadt voller Möglichkeiten: Die Sitten werden über Bord geworfen, alle Regeln gebrochen, Menschen tauchen ein in die Welt von Tanz, Theater, Varieté und Film. Der Schauplatz, den sich Werner Rosenberger für sein Buch Glamouröse Wienerinnen ausgesucht hat, bietet viel Gesprächsstoff. In dem Werk, das 2016 im Metroverlag erschienen ist, dreht sich alles um “den neuen Frauentyp”, der laut Rosenberger zu dieser Zeit entstand. Auf der Buchrückseite liest man Folgendes:

Aufreger waren ihre Karrieren allesamt: Ob Olga Desmond, eine der ersten Nackttänzerinnen von Wien, die Diseuse Greta Keller, von der sich Marlene Dietrich das lasziv-rauchige Timbre abschaute, oder das Makart-Modell Hanna Klinkosch – sie nahmen sich Freiheiten, von denen andere träumten. Einst berühmt, sind diese schillernden Frauenfiguren heute vielfach vergessen. Werner Rosenberger holt sie uns in die Gegenwart.

Meine Mutter hat mir Glamouröse Wienerinnen zu Weihnachten geschenkt und nach der Lektüre des Klappentextes war meine Vorfreude, das Buch zu lesen, sehr groß. Ich bin fasziniert von Frauen, die ihrer Zeit voraus waren und ihren Geschichten. Ich dachte, eine Sammlung genau solcher Erzählungen in diesem Buch gefunden zu haben.

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Literatur

Die Top drei meiner Lieblingsromane

Im Rahmen meiner 50 Bücher-Challenge werde ich nicht nur neue Bücher lesen, sondern auch einige der Romane, die in meinem Bücherregal stehen, erneut lesen. Auf der Suche nach gutem Lesestoff ist mir aufgefallen, dass es drei Bücher gibt, die ich schon besonders oft gelesen habe und ich würde sie sogar als meine Lieblingsbücher bezeichnen. Diese Werke möchte ich euch in dem heutigen Beitrag vorstellen.

Das Bildnis des Dorian Gray – Oscar Wilde

Basil Hallward, ein bekannter Maler, ist fasziniert von dem jungen und wohlhabenden Dorian Gray. Gekonnt fängt er die unverdorbene Schönheit seines Modells in einem Porträt ein. Unter dem Einfluss von Basils altem Freund, dem gewissenlosen Dandy Lord Henry Wotton, erfleht Dorian, das Bildnis möge statt seiner altern.

Ich weiß noch genau, wann ich diesen Roman das erste Mal gelesen habe. Es war während eines Frankreich-Urlaubs mit meinen Eltern, wir hatten uns ein kleines Ferienhaus in Dinard – einem wunderschönen kleinen Ort in der Bretagne – gemietet. Zu dem Zeitpunkt war ich 16. Diese Erinnerungen sind wohl ein Teil des Grundes, warum ich dieses Buch immer noch so sehr liebe. Doch größtenteils liegt es einfach daran, dass Wildes Werk einfach großartig geschrieben ist. Er beleuchtet alle Aspekte seiner Charaktere, die glamourös sind und doch so weit von perfekt. Genau das macht sie faszinierend.

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins – Milan Kundera

Während des Kalten Kriegs lernt der erfolgreiche Prager Chirurg Tomas die Serviererin Teresa kennen. Sie beginnen eine lebenslange Beziehung, die unter Tomas‘ ständigen Affären leidet. Teresa ist sich völlig bewusst, dass sie beide ein unterschiedliches Verständnis von Liebe und Sexualität haben. Daher stellt sie Tomas lange Zeit nicht zur Rede, sondern erträgt sein Verhalten.

Diese Zusammenfassung der Handlung wird dem Roman nicht ganz gerecht. Für mich ist es generell schwer, über das Buch zu sprechen. Denn so viel dreht sich nicht um die Handlung selbst, sondern um die Reflexionen zu grundsätzlichen Themen des menschlichen Daseins. Der Text ist auf jeden Fall nicht einfach zu lesen, gerade weil er so nachdenklich ist, doch die Lektüre ist auf jeden Fall bereichernd.

Die Frau des Zeitreisenden – Audrey Niffenegger

Die Frau des Zeitreisenden (The Time Traveler’s Wife) ist ein im Jahre 2003 erschienener Roman der US-amerikanischen Autorin Audrey Niffenegger. Der Roman erzählt eine unkonventionelle Liebesgeschichte um einen Mann mit einem seltenen genetischen Defekt, der dazu führt, dass er spontan durch die Zeit reisen muss. Bei seinen Zeitreisen lernt er ein kleines Mädchen kennen, dessen Leben er fortan begleitet und das dann auch seine Frau wird.

Zum Schluss noch ein Liebesroman mit dem gewissen Etwas. Ich finde das Konzept der Zeitreise schon immer spannend und Audrey Niffenegger hat das Ganze von einer neuen Perspektive aufgearbeitet – Henrys Zeitsprünge haben negative Auswirkungen auf seine Beziehung mit Clare und sogar auf seinen eigenen Körper. Das Ende der Geschichte ist unerwartet, und gerade deswegen hat es mir gefallen.

Welches sind eure Lieblingsromane? Hinterlasst mir ein Kommentar, damit ich sie auf meine Leseliste setzen kann!

 

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