Rezension - Die sieben Schwestern
Literatur

Rezension – Die sieben Schwestern von Lucinda Riley

Durch Zufall bin ich in einer Buchhandlung auf das Buch Die sieben Schwestern von Lucinda Riley gestoßen. Der Klappentext hat Spannung versprochen – vor allem weil es erahnen ließ, dass es mehrere Bände geben wird. Somit wusste ich sofort, dass ich in nächster Zeit genug Lesestoff haben sollte – sofern mich der erste Band überzeugt. Und das tat er: Das Geheimnis um die wahren Wurzeln der schüchternen Maia, die Suche nach der Wahrheit und das Eintauchen in eine längst vergangene Welt haben mich gefesselt.

Zur Autorin

Lucinda Riley wurde 1968 in Irland geboren und lebt heute zusammen mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands. Die Ende Vierzigjährige liebt es zu reisen und die Welt zu entdecken – als Kind lebte sie mehrere Jahre in Bangkok und ist den Orten nach wie vor sehr verbunden. Bekannt wurde Lucinda Riley durch ihre Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin, die sie für die Schreiberei nach hinten stellte. 2012 kam ihr an Silvester beim Blick in den Himmel die Idee zur Bücherreihe.

Zum Inhalt

Maia d’Aplièse, die älteste von sechs Schwestern, ist gerade in London zu Besuch bei einer Freundin als sie die Nachricht vom Tod ihres geliebten Adoptivvaters Pa Salt erhält. Sofort macht sie sich zurück auf den Weg nach „Atlantis“ – dem herrschaftlichen Anwesen am Genfer See, in dem sie und ihre fünf Schwestern aufwuchsen.  Wie Maia wurden auch die anderen Schwestern adoptiert als sie noch ganz klein waren.

Als alle Schwestern in Atlantis angekommen sind, händigt der Anwalt der Familie jeder der Töchter einen Umschlag des verstorbenen Vaters aus. Darin befinden sich für jede von ihnen ein Hinweis zu ihrer Herkunft sowie ein individueller Brief. Auf einer angefertigen Armillarsphäre finden sie zudem die eigenen Namen und Koordinaten, die allem Anschein nach etwas mit ihren  Wurzeln zu tun haben müssen.

Maia, die eigentlich nur selten das Genfer-Heim verlässt, nimmt all ihren Mut zusammen und macht sich auf den Weg nach Brasilien, um das Rätsel rund um ihre Herkunft zu lösen. In einer alten Villa in Rio de Janeiro stößt sie auf die Spuren von Izabela Bonifacio – einer jungen schönen Frau, die 1920 hier gelebt hat. Je weiter sie in die faszinierende Lebensgeschichte dieser Fremden eintaucht, desto mehr wird ihr bewusst, wer sie wirklich ist.

Mein Fazit

Auf zwei Ebenen werden die Lebensgeschichten von zwei jungen Frauen erzählt: Auf der einen Seite die Geschichte von Maia, die sich ihren Ängesten und Schuldgefühlen stellt und dabei zu sich selbst findet. Auf der anderen Seite die Junge Izabela, die sich ihrer Liebe mit Laurent, dem jungen Bildhauer, hingeben möchte, aber aufgrund von gesellschaftlichen Zwängen der damaligen Zeit nur schwer in ihrer Rolle einfinden kann.

Ich fand das Buch sehr spannend, romantisch und konnte es teilweise kaum weglegen. Vor allem das Leben von Izabela hat mich berührt. Als ich im Anschluss auch noch herausfand, dass manche Informationen im Buch tatsächlich der Wahrheit entsprechen, war ich doppelt begeistert.

Während die Geschichte rund um Izabela und Laurent mit dem Ende des Buches auch ihr Ende findet und nur wenige Fragen offenbleiben, bleiben in der Rahmenhandlung viele Fragezeichen. Der Band ist zwar am Ende geschlossen und Maia findet ihre Antworten, jedoch bleibt bei mir als Leserin noch immer das Rätsel um den Adoptivvater Pa Salt offen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band Die Sturmschwester weitergeht, und kann das erste Buch dieser Serie nur empfehlen.

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