Cover Emotionaler Leerstand
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Literatur

Rezension – Emotionaler Leerstand im privaten Eigentum von Lena J. Hödl

Im September, kurz vor einem anstehenden Urlaub, hat mir der ACHSE Verlag freundlicherweise den Roman Emotionaler Leerstand im privaten Eigentum von Lena Johanna Hödl zukommen lassen. Eines kann schon mal gesagt sein: Die typische Strandlektüre war es nicht.

Inhaltsangabe zu Emotionaler Leerstand im privaten Eigentum

Lena ist auf der Suche nach der großen Liebe. Und findet sie – wieder und wieder. Und dann geht sie ihr wieder verloren. In dem autobiografischen Debütroman gibt uns die Autorin Einblicke in eine Coming-of-Age-Story gefüllt mit schwindelerregenden Höhen und bodenlosen Tiefen. Mit Affären und Beziehungen, die alle katastrophal enden. Und sie lässt uns eintauchen in eine emotionale Innenwelt gefüllt mit Zweifeln, Ängsten, teilweise suizidalen Gedanken, innerer Leere, aber auch Endorphinen und Schmetterlingen im Bauch. 

Zur Autorin

Lena Johanna Hödl wurde 1996 geboren, kommt ursprünglich aus einem Ort unweit von Graz, und studiert mittlerweile Schauspiel in Wien. In der Poetry-Slam-Szene hatte sie sich bereits unter dem Pseudonym 378 einen Namen gemacht, bevor sie 2019 ihre erste Textsammlung “Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre” veröffentlichte. 

Mein Fazit

“Manchmal denke ich, ich renne mein ganzes Leben lang nur durch ein billiges Spiegelkabinett. Die bunten, verzerrten Bilder locken mich, und ich laufe gegen das Glas und schlage mir meine Nase blutig, solange, bis ich vor lauter Verwirrung erschöpft am Boden zusammensinke und das Blut aus meinem Gesicht mein Kleid immer röter färbt, ein blendendes, grelles Rot.”

Ein Wechselbad der Gefühle – das erleben die Protagonistin und die LeserInnen zugleich. Die Sprache ist klar und modern, manchmal sogar grob, treibt nicht in den Kitsch ab – und lässt vielleicht genau deswegen so stark Anteil nehmen an der sich immer ändernden Gefühlswelt von Lena. 

Es mag nicht jedermanns Sache sein, doch der Roman hat mich in seinen Bann gezogen und bis jetzt nicht losgelassen. Eine klare Empfehlung, vor Allem für alle, die selbst in der Generation der sogenannten “Millenials” aufgewachsen sind und somit nicht nur die vielen Referenzen zur Popkultur schätzen werden, sondern vielleicht auch einen Funken von sich selbst in der Protagonistin erkennen.

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