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Literatur

Rezension – Freedom von Jonathan Franzen

Vor einigen Jahren habe ich meinem Vater den Roman Freedom von Jonathan Franzen zu Weihnachten geschenkt. Bei der Vorbereitung auf eine gemeinsame Reise habe ich dann letztens mein eigenes Buch vergessen und bin beim Stöbern durch ihre Büchersammlung wieder auf dieses Buch gestoßen.

Inhaltsangabe zu Freedom

Kurz zusammengefasst dreht sich die Handlung von Freedom um die Ehe von Patty und Walter, die lange Zeit perfekt wirkte, doch mit der Zeit langsam zerbröckelt:

[…] in the new millennium, the Berglunds have become a mystery. Why has their teenage son moved in with the aggressively Republican family next door? Why has Walter taken a job working with Big Coal? What exactly is Richard Katz—outré rocker and Walter’s college best friend and rival—still doing in the picture? Most of all, what has happened to Patty? Why has the bright star of Barrier Street become „a very different kind of neighbor,“ an implacable Fury coming unhinged before the street’s attentive eyes?

Zum Autor

Jonathan Franzen wurde nahe Chicago (Illinois) geboren. Er studierte Germanistik, unter Anderem an der Freien Universität Berlin. Er spricht fließend Deutsch. Seit ist Franzen 2010 Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin. Der Durchbruch gelang dem Autor mit seinem 2001 erschienenen Roman The Corrections.

Mein Fazit

Franzen gelingt es auf eine brillante Weise, etwas Privates wie das Ehe- und Familienleben seiner Protagonisten in einen gesellschaftskritischen Kontext zu stellen. Im Kern handelt Freedom von Patty und Walter und ihrer Familie und doch behandelt der Autor im Laufe des Romans Themen wie Überbevölkerung, Umweltschutz und Kapitalismus – und das auf eine verständliche und ansprechende Weise. Mit seinen über 600 Seiten mag Freedom herausfordernd wirken, doch man kommt leicht in einen Lesefluss, daher kann ich den Roman nur von ganzem Herzen empfehlen.

PR SAMPLE/WERBUNG // Foto: Pexels
Literatur

Rezension – Gestern und heute und morgen von David Bergen

Schon letzten Sommer habe ich den Roman Gestern und heute und morgen von David Bergen gelesen, der mir netterweise vom BTB Verlag (über das Bloggerportal von Random House) zugesandt wurde. Die Geschichte war die perfekte Urlaubslektüre, doch leider bin ich bis jetzt nicht dazu gekommen, meine Gedanken zu dem Buch niederzuschreiben. Das möchte ich jetzt nachholen – und euch daran teilhaben lassen!

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Literatur

Rezension – Das graue Kleid (i.O.: Il tallieur grigio) von Andrea Camilleri

Andrea Camilleri gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren – von dem man einfach zumindest einmal ein Buch gelesen haben muss. In diesem Blogbeitrag stelle ich euch ein Buch von ihm vor, in dem sein Berühmter Comissario Montalbano nicht die Bühne betritt. Mit seinen Krimis rund um Montalbano bin ich ihm als Fan verfallen, doch auch Das graue Kleid hat mich als Leserin bis zum Schluss gefesselt.

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Literatur

Buchvorstellung: The Heart Goes Last von Margaret Atwood

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das ich vor Kurzem beendet habe und welches mich sehr begeistert hat: The Heart Goes Last von Margaret Atwood. Die englische Originalfassung des Romans wurde 2015 von Bloomsbury herausgegeben, eine deutsche Übersetzung gibt es momentan leider noch nicht.

Die Handlung dreht sich um das Ehepaar Stan und Charmaine, die aufgrund einer landesweiten Wirtschaftskrise in ihrem Auto leben, bedroht von umherstreifenden Gangs und verzweifelt aufgrund ihrer Situation. Doch dann die scheinbare Rettung: Charmaine sieht eine Werbung für ein Projekt namens Positron. Dieses verspricht ein Haus, eine Vollzeitbeschäftigung und all den Alltagsluxus, den das Paar schon so lange nicht mehr erleben durfte. Der Haken: Die Stadt Consilience, in der sie untergebracht werden, darf nicht verlassen werden, Kommunikation nach außen ist untersagt. Nichtsdestotrotz werden Stan und Charmaine teil des Programms und könnten nicht glücklicher sein – zumindest anfangs. Ich möchte nicht zu viel vom Plot verraten, denn das würde viel von der Spannung des Romans wegnehmen, doch eins soll gesagt sein: So idyllisch wie erwartet ist das Leben in Consilience auf keinen Fall.

Margaret Atwood hat in diesem Roman nicht nur die Tiefgründe zwischenmenschlicher Beziehungen verarbeitet, sie malt auch ein erschreckendes Bild davon, wie sich unsere Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren weiterentwickeln könnten. Was das Ganze so faszinierend und gleichzeitig leicht unheimlich macht, ist dass wir gar nicht so weit entfernt sind von der Welt, die in The Heart Goes Last beschrieben wird. Atwoods scharfsinniger Schreibstil macht die Lektüre noch mitreißender.

Wer gerne Romane liest, die in einem quasi-dystopischen Umfeld gesetzt sind oder fasziniert ist von den Problemen, die eine Ehe mit sich bringt, dem kann ich das neueste Werk von Margaret Atwood auf jeden Fall empfehlen. Ich habe das Buch auf jeden Fall nicht mehr weglegen können und trotz seiner 415 Seiten in nur zwei Tagen ausgelesen.

Mein Rating:
★★★★★/5

Welches Buch habt ihr als letztes gelesen? Hinterlasst mir doch einen Kommentar mit Buchvorschlägen, ich würde mich sehr darüber freuen!

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